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Eger

Das Weinbaugebiet Eger erstreckt sich an den süd-west Hängen des Bükk-Gebirges, am Treffpunkt der flachen ungarischen Tiefebene und des Nördlichen Mittelgebirges.

Die oberen Schichten der von Tälern und strukturellen Abstufungen stark gegliederten, schönen Hügellandschaft zu Füßen des Bük-Berges sind geologisch gesehen jünger während die steilen, aus verschiedenen Karbonat-Gesteinen aufgebauten Gebirgsmassen des Bükk vor etwa 1-5 Millionen Jahren ihre jetzige, herausragende Lage einnahmen.

Die wichtigsten Gesteinsarten der unteren Erdschichten des Weinbaugebietes Eger sind Kalkstein aus dem Jura und Trias, Dolomit und Tonschiefer. Diese bilden den Grundboden der nördlich von Eger liegenden Weingärten, sowie derer im Dreieck Eger Felsotárkány-Noszvaj (hier liegt beispielsweise die sog. Afrika-Riede, die ihren Namen nach ihrem warmen Mikroklima erhielt).

Für die südlichen Teile des Weinbaugebietes sind Lavagesteine aus dem Miozän charakteristisch. Der aus unserer Hinsicht wichtigste ist der Tuffstein. Diese Sedimentschichten sind im Weinbaugebiet von bestimmender Bedeutung da die meisten körperreichen Weine von hohem Alkoholgehalt auf deren Oberfläche angebaut werden.

Der Tuffstein spielt zudem nicht nur bei der ,,Ernährung", sondern auch bei der Lagerung des Weins eine Rolle: 99% der Erlauer Weinkeller wurden in diesen weichen Stein eingemeißelt, auch das viele Kilometer lange Kellersystem unter der Stadt oder die unterirdischen Kasematten der Burg zu Eger.

Die wichtigen Weinzentren neben Eger sind: Noszvaj, Ostoros, Egerszólát.

Im Weinbaugebiet ist die Weiß- und Rotweinherstellung gleichsam bedeutend. Die charakteristischen weißen Rebsorten sind Welschriesling, Mädchentraube, Traminer und Ottonel Muskateller.

Von den roten Sorten sind Blaufränkisch, Cabernet und Merlot die namhaftesten, obwohl einst noch der Kadarka und der Blaue Portugieser von bestimmender Bedeutung waren.

Der weltberühmte Wein von Eger ist der "Egri Bikavér" (Erlauer Stierblut), ein Cuvée aus mehreren roten Sorten. Den Hauptbestandteil bildete früher der Kadarka, heute übernahm der Blaufränkisch seine Rolle. Vor einigen Jahren wurden von der Berggemeinde die Anforderungen an die Qualität und an die Zusammensetzung der unter dem Namen Egri Bikavér auf den Markt kommenden Weine detailliert geregelt. Unter anderem wurde festgelegt, dass der Wein nur trocken ausgebaut werden darf.

Den Weinen aus Eger gebührt anhand ihrer Eleganz, Komplexität und Geschmacksharmonie ein besonderer Platz auf der ungarischen Weinpalette.


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